8 Kryptowährungen in die Sie nicht investieren sollten

Für die großen Kryptos wie Bitcoin, Ripple, Ethereum oder auch Litecoin ist der Kursrückgang schmerzhaft, aber verkraftbar. Ihre Marktkapitalisierung ist zwar zusammengeschmolzen, trotzdem handelt es sich noch immer um relevante Größen. Im Zuge der auf den Absturz folgenden Erholung haben sie beste Chancen, die Marktkapitalisierung der anderen Kryptos auf sich zu ziehen. So spaltet sich das Krypto-Universum in die Coins, die eine Zukunft haben, und solche, die entweder austrocknen oder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Acht Coins haben es dabei besonders verdient, dass wir sie in fünf Jahren nur noch in historischen Artikeln finden:

  1. Eos

Mit großen Erwartungen gestartet, ein vier Milliarden US-Dollar schweres ICO hingelegt und was kommt heraus? Ein fehlerhaftes und wenig durchdachtes Netzwerk, das von Korruption geplagt ist und dessen delegated proof of stake-Mechanismus nicht funktioniert. Es handelt sich dabei um ein sinkendes Schiff, denn der Kurs viel von etwa 22 US-Dollar auf 1,86 US-Dollar.

  1. Tether

Tether soll ein Stablecoin sein, also einen festen Kurs zum Dollar oder einer anderen Währung aufweisen. Das hat in den vergangenen Monaten nur mäßig gut geklappt. Zu drängend waren die Gerüchte um das Unternehmen, das Tether ausgibt, und dessen Verbindung zur Börse Bitfinex. Beide sind personell verbunden, was aber lange bestritten wurde. Warum? Das ist die Frage. Außerdem ist der Tether intransparent und es fehlen Prüfberichte, die belegen, dass wirklich jeder Tether mit einem US-Dollar hinterlegt ist. Warum sollten Anleger in einen solchen Krypto gehen, wenn es andere, transparentere gibt? Ein Auslaufmodell.

  1. Steem

Der Kurs des Coins verlor etwa 97 Prozent und sank von 7,90 US-Dollar auf 0,24 Cent. An dem Projekt ist auch Eos-Gründer Dan Larimer beteiligt. Steem musste gerade 70 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen, das Geld geht aus und das Projekt steht vor dem Aus. Es ist ein Coin ohne Fortune.

  1. Tron

Justin Sun, der Gründer des Projekts, ist eine PR-Heißdüse – aber offensichtlich nicht viel mehr. Ständig kündigt er Partnerschaften an, die sich bei näherem Hinsehen als sehr weit hergeholt entpuppen. Etwa eine Kooperation mit Baidu, die sich als schlichtes Verwenden der Baidu Cloud Services herausstellt. Zudem stänkert er gerne gegen andere Projekte. Er bot unlängst an, die Entwickler von Ethereum und Eos aufzunehmen und zu bezahlen, falls sie bei TRON arbeiten wollten. Und das, obwohl der Kurs von 0,25 Cent auf 0,01 Cent gefallen ist. Obwohl Tron noch immer eine Anhängerschaft hat: Hier ist bald die Luft raus.

  1. Verge

Die Abspaltung von Dogecoin wollte vor allem bei Anonymität und Privatsphäre alles besser machen als alle anderen – hat dieses Versprechen aber bis heute nicht eingelöst. 2017 wurde Verge bekannt, weil John McAfee das Projekt promotete. Das führte zu mehr als 800 Prozent Kursplus binnen einer Woche. Nachdem aber die Versprechen nicht gehalten wurden und die Lösung, die anonymity bringen sollte, als nicht funktionsfähig enttarnt wurde, distanzierte sich auch McAfee – der Kurs brach ein. Verge ist der Beginn von vergessen. Und das sollte man schnell, denn es gibt weit bessere anonyme Coins, wie etwa ZCash.

  1. Bitconnect

Wer eine Rendite von 40 Prozent verspricht und das nicht aufs Jahrzehnt, noch nicht mal aufs Jahr meint, sondern pro Monat, der kann nicht ganz ernst genommen werden. Oder er hat ein Ponzi Scheme, ein Schneeball-System aufgebaut, bei dem die horrenden Renditen an alte Investoren nur aus dem frischen Geld neuer Investoren bezahlt werden. Ende 2016 startete Bitconnect per ICO, erreichte 2017 rund 2,6 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung und einen Wert von rund 400 US-Dollar. Doch dann rechneten wohl auch die Investoren einmal nach, dass 40 Prozent pro Monat aus 1.000 Euro binnen drei Jahren 50 Millionen Euro geworden wären – und dass das wohl doch nicht wirklich seriös sein kann. Mehrere US-Behörden untersagten den weiteren Betrieb. Jetzt sind die Investoren ärmer, eine Zukunft gibt es dafür nicht.

  1. Centra

Floyd Mayweather und DJ Kahled trommelten für das ICO aus den USA 60 Millionen US-Dollar kamen zusammen, bis sich das Projekt dann in einem Gestrüpp aus falschen Versprechungen verhedderte – und nicht mehr hinausfand. Die US-Börsenaufsicht SEC setzte dem Betrug um falsche Partnerschaften unter anderem mit MasterCard ein abruptes Ende. Der Preis der Token fiel vom Höchststand bei rund vier US-Dollar auf mittlerweile 0,01 Dollar.

  1. Envion

Auch Deutschland hat sein ICO-Debakel schon erlebt: Envion war das größte deutsche ICO und es schien doch alles so schön und stimmig. In Containern, die ganz nah bei Kraftwerken aufgestellt wurden, sollte mit billigem Überschussstrom Kryptomining betrieben werden. Geklappt hat es nicht, erst verklagte sich das Management gegenseitig, dann wurde die Liquidation per Gerichtsbeschluss durchgezogen. Anleger werden nicht mehr viel von ihrem Geld wiedersehen – wenn überhaupt etwas.

 

 

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